Villen, Burgen & Kirchen

Hier nun Band zwei von – Burgen Reben Steine, in dem die landschaft und Geschichte des nördlichen Mittelrheintales von Bendorf bis Bonn, rechtsrheinisch beschrieben wurde. Hier nun Band zwei der sich linksrheinisch von Bonn, Godesberg, Remagen bis Ahrmündung befasst. In der dritten Ausgabe, die in Vorbereitung ist, geht es um Bäder und Vulkane, von Bad Neuenahr bis Koblenz,

Aus den schweizerischen Alpen kommend, durchfließt der Rhein mit einer Lauflänge von 1.320 km drei Staaten, bei zwei weiteren ist er Grenzfluss; er sieht große und kleine, alte und neue Städte, er durchfließt den Oberrheingraben und gräbt sich durch die Mittelgebirgsschwelle, sammelt nebenbei noch Flüsse und Bäche ein, die ihm – aus anderen Regionen kommend – zuströmen und wird außerdem intensiv vom Menschen genutzt. Da ist die Wasserkraft zu nennen, aber auch die 883 Kilometer, in deren Verlauf er der Großschifffahrt dient, er trägt Ruder-, Paddel- und Segelboote und ist, seitdem er wieder sauberes Wasser führt, ein Eldorado für Angler und sogar Berufsfischer.

Mit diesem zweiten Buch über den Rhein wird nun ein kurzes Stück des gewaltigen Stromes beschrieben – die westliche Seite des nördlichen Mittelrheintales von Bonn bis zur Ahrmündung mit dem Drachenfelser Ländchen im Hintergrund. Der Fluss hat sich hier tief in die Landschaft eingefressen und Schieferformationen ebenso wie die Zeugnisse alter Vulkaneruptionen durchteilt oder angeschnitten. Bis heute bringt der Fluss hier mit seinen Wassermassen Segen und Fruchtbarkeit mit sich, aber lässt auch enorme Hochwasserwellen heranrollen, mit Zerstörung und Verderben. Davon weiß die Landschaft zu erzählen, deren Antlitz außerdem geprägt ist durch die Arbeit der Menschen am Fluss. Wo sich heute moderne Technologie- und Industriebauten finden, dominierte früher das Schaffen der Schiffer, Fischer und Flößer.

Jenseits der Uferzone wirkten einst die Weinbauern. Versteckt in den Wäldern finden wir die Zeugnisse der Arbeiten in Steinbrüchen – schließlich wurden hier im Mittelalter die Steine für den Kölner Dom gebrochen; und viele weitere Handwerksbereiche haben in der Region ihre Spuren hinterlassen. Dies alles brachte oft Reichtum, aber auch Veränderung und Untergang.

Natürlich lockte der Strom nicht nur die kleinen Leute. Seine Berge boten zur Ritterzeit Platz und Aussicht zum Burgenbau, im Barock zog man an seine herrlichen Ufer, die Platz boten für herrschaftliche Schlösser. Industrielle fanden hier herrliche Plätze für ihre Villen. Der Strom, Lebensader dieser wie auch anderer Regionen, hat vieles erlebt und gesehen, Dinge, die uns in historischen Ansichten, in alten Schriften, ganz besonders aber auch in zahlreichen Geschichten, Sagen und Märchen überliefert werden.

Finden Sie nun auf der kurzen Wegstrecke, auf der wir den Rhein begleiten, die Geschichte des Stromes und was bis heute daraus geworden ist und entdecken Sie, was die Dörfer, Städte, Wingerte und Felsen zu berichten haben.

Die Reise beginnt in Bonn, von dem wir in südliche Richtung blicken und die ersten Anhöhen des Siebengebirges und der Godesburg sehen; hier am Tor zum romantischen Rhein.

 

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